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Entdeckungen in der Oberlausitz

Die Oberlausitz, genauer gesagt das Zittauer Gebirge, stand schon lange auf meiner Wunschliste. Mit dem Auto ist es von Karlsruhe ein ganzes Stück zu fahren, bis man im äußersten Osten der Republik im Länderdreieck mit Polen und Tschechien ankommt. Doch die erste Juniwoche in dieser sehr abwechslungsreichen Gegend hat sich zweifellos gelohnt. Gleich am Sonntag, nachdem wir unser schönes Hotel in Zittau bezogen haben, ging es rein in die Stadt. Der direkte Weg führte auf den Marktplatz. Alles sehr sauber und aufgeräumt - das fiel mir sofort auf. Auch wenn noch einige Häuser echten DDR-Charme versprühen, so passt doch das Gesamtbild der Stadt. Historisch, bunt und nicht langweilig. Zittau hat viele Türme und Brunnen und um das Zentrum herum führt ein grüner Gürtel mit einer besonderen Schönheit: einer Blumenuhr mit einem Glockenspiel aus Porzellanglocken. Hier sitzt man gemütlich auf Bänken, wartet die nächste Viertelstunde ab und genießt die Ruhe. Der erste Eindruck gefiel mir sehr un...

Auf dem Rothaarsteig von Brilon nach Dillenburg

Die mittlerweile fünf Jahre alte Tradition einer jährlichen Langstreckenwanderung haben wir natürlich auch in diesem Jahr fortgesetzt. Es ging diesmal in eine Landschaft, die ich persönlich nur vom Vorbeifahren her kenne: in das Sauerland. Dort verläuft der 155 km lange Rothaarsteig zwischen den Städten Brilon in Nordrhein-Westfalen und Dillenburg in Hessen. Die Strecke kann in zwei Varianten erwandert werden: gemütlich in acht Tagen und sportlich in sechs Tagen. Wir entschieden uns natürlich für die sportliche Variante. Das bedeutete, dass keine Tagesetappe kürzer als 20 km ist. Am Ende der Tour waren wir ca. 180 km auf den Füßen und erklommen dabei einen Höhenunterschied von knapp 3.000 Metern. Die Etappen: Brilon - Willingen Willingen - Winterberg Winterberg - Jagdhaus Jagdhaus - Lützel Lützel - Hainicher Höhe Hainicher Höhe - Dillenburg Schon auf der ersten Etappe beeindruckte die Landschaft mit ihrer Vielfältigkeit. Urige Waldwege, weite Ausblicke, Wiesen ...

"Planet Jarre" im Planetarium Hamburg

Nach zehn Jahren besuchte ich endlich einmal wieder das Hamburger Planetarium - eines der derzeit modernsten weltweit. Ein Kurzurlaub in der Hansestadt bot diese Möglichkeit und der Besuch war nicht ganz ungeplant: Ich wollte unbedingt die Show sehen, die das Planetarium im letzten Jahr anlässlich des 50jährigen "Künstlerjubiläums" von Jean Michel Jarre produziert hat. Wer mich kennt, der weiß, dass ich Jarre sehr verehre und seine Musik und sein Schaffen gut kenne. Auch ist bekannt, dass mich das Medium "Planetarium" seit mehr als 30 Jahren begeistert, ich viele deutsche Planetarien und deren Shows kenne und weiß, was heutzutage mit der Technik alles möglich ist. Viele Besucher waren an dem Abend nicht anwesend, was wahrscheinlich auch an dem Regenwetter gelegen haben könnte. Das Hamburger Planetarium liegt ja nicht gerade günstig, wenn man mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist. Mein Platz unter der Kuppel war diesmal nicht genau im Norden wie so...

Das war mein Jahr 2018

Wie üblich kommen an dieser Stelle so Aussagen wie "Tradition", "Rückblick", "schnell vorüber". Mehr will ich dazu auch gar nicht schreiben. Wenn man aber mal die Beiträge für 2018 in meinem Blog anschaut, dann sind es nur zwei. Als Zahl: 2. Nun habe ich mich gefragt, ob denn 2018 so gar nichts Nennenswertes passiert ist. Doch, ist es, sonst würde ich diesen Rückblick nicht schreiben. Zu erklären ist diese Leere wohl nur damit, dass ich 2018 überwiegend Fotos von dem einen oder anderen "Ereignis" kurz und knapp auf meinem Instagram-Account gepostet habe. Der Umgang mit den Dingen ändert sich: weniger lesen, mehr sehen. Trotzdem ist dieser Blog nicht tot. Ich denke sogar darüber nach, ihn optisch zu ändern und das Hosting umzuziehen. Natürlich war mein 2018 wieder geprägt von vielen schönen Wanderungen; 710 km davon habe ich aufgezeichnet. Gleich am Neujahrstag ging es los mit einer Winterwanderung im mittleren Schwarzwald. Auch vertikale To...

Bunte Röhren

Heute will ich auf mein kleines Projekt aufmerksam machen, an welchem ich seit ca. zwei Monaten arbeite und seit gestern auf einer eigenen Website allen Interessierten zugänglich gemacht habe. Das Thema ist - zugegeben - etwas seltsam und wie man auf so eine Idee kommt, ist nur schwer nachvollziehbar. Meine Beweggründe und wie sich das Projekt entwickelt hat, kann unter dem Menüpunkt "Projekt" nachgelesen werden. Vielleicht gibt es doch den einen oder anderen interessierten Menschen, der das Thema ebenfalls spannend findet. So, mehr Worte gibt es an dieser Selle nicht. Einfach mal klicken: https://www.neonmuseum.de

Kleiner Blick zurück - mein Jahr 2017

Das alte Jahr ist für mich noch nicht so richtig abgeschlossen, so lange ich noch nicht meinen kleinen Jahresrückblick geschrieben habe. Mir kam zwar der Gedanke, diesmal darauf zu verzichten - aber so schlecht war 2017 dann doch nicht. Im Gegenteil! Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen von Höhe, Natur und guter Musik. Romantisch wie immer war es im Februar bei den traditionellen "Winterlichtern" im Mannheimer Luisenpark. Völlig unromantisch, dafür aber mit einem Hauch aus der Vergangenheit ging es im März auf der Geburtstagsparty von TALLA 2XLC in Offenbach zu. Ebenfalls am Musikstil vergangener Tage orientierte sich KEBU Ende März auf einem Konzert im Karlsruher Tollhaus im Rahmen seiner "Perplexagon-Tour". Im Juli dann aber der Meister: Jean Michel Jarre gab ein kleines Konzert in Bonn, welches zum Glück nicht dem Regen zum Opfer fiel. Ebenfalls im Juli und drei Tage lang "DAS FEST" in Karlsruhe; eines der größten Musikfestivals Europas. "Ba...

Alison Moyet - "The Other Tour" in Karlsruhe

Mit ihrer unverwechselbaren Stimme ist sie für mich schon immer eine Ikone: Alison Moyet. Egal ob in den achtziger Jahren gemeinsam mit Vince Clarke als "Yazoo" oder in den Neunzigern Solo - nur wenige Künstlerinnen zeigten und zeigen sich meiner Meinung nach so ausdrucksstark. Sie war schon immer eher ein Insider-Tipp; sie wurde nie durch die Medien gepusht und den Erfolg den sie noch heute hat, ist einzig ihrem wirklichen Talent zuzuschreiben. Gestern Abend machte Alison Moyet auf ihrer "The Other Tour" auch Station im Substage in Karlsruhe. Prima, das ist nur 10 Gehminuten von mir entfernt. Das Haus war offenbar ausverkauft. Das Publikum ab 35 Jahren aufwärts. Jüngere kennen diese großartige Sängerin wohl auch kaum. Pünktlich um 21 Uhr begann das Konzert in einem sehr dynamischen Sound. Zusammen mit ihren beiden Musikern betrat sie die Bühne. Ich war überrascht, wie gut sie aussah. Ich habe noch immer die Bilder aus den Neunzigern vor mir ... nun ja. Aber da vo...

Sunshine live "DIE 90ER LIVE on Stage" - Das Jubiläum

Mindestens seit Mai machte der Mannheimer Radiosender "sunshine live" Werbung für ein ganz großes Event: das fünfjährige Jubiläum von "sunshine live - Die 90er - Live on Stage". Trocken gesagt, eine Musikveranstaltung in der Maimarkthalle Mannheim. Tatsächlich aber neun Stunden Party mit vielen Stars der guten Neunziger Jahre. Von gestern Abend an bis heute früh fünf Uhr bebte die Maimarkthalle - und Tobi und ich waren nur zwei von zehntausend Menschen, die zur Feierstimmung beitrugen. Es gab zwei Floors; der große "Dancefloor" und ein kleinerer "Ravefloor". Leider konnte man sich ja nicht zerteilen, so dass wir uns immer für einen der Floors entscheiden mussten. Auf dem Ravefloor waren wir nur relativ kurz. Zu eng und irgendwie kam nicht so die super Stimmung auf. Ganz anders auf dem Dancefloor. Zunächst waren da viele austauschbare Eurodance-Stars mit ihren bekannten Liedern. Geändert hat sich das, als Alex Christensen ("U96") auf die...

Meine Klettertour auf die Große Zinne

Die "Drei Zinnen" sind wohl das berühmteste Fotomotiv der Dolomiten. Wuchtig und erhaben stehen sie da, manchmal ganz oder teilweise versteckt in den Wolken. Der mittlere Berg, die "Große Zinne", ist 2.999 Meter hoch. Wenn man also auf deren Gipfel stünde, dann wäre der eigene Kopf mit Sicherheit in einer Höhe von dreitausend Metern. Stünde .... wäre .... träumen? Mal kurz überlegen. Klettern kann ich ganz gut. Und was man so über die Besteigung der Großen Zinne liest, klingt für mich nicht unrealistisch. Die Nordwand ist natürlich zu schwer. Aber der Normalweg ist Kletterei im dritten Grad, die Schlüsselstelle ist ein Kamin mit 4-. Aufstieg in ca. drei Stunden, Abstieg auch. Warum also nicht mal versuchen - und schaffen? Diese Gedanken hatte ich vor nicht einmal einem Jahr. Also war irgendwie klar, dass der September-Urlaub 2017 in die Dolomiten nach Südtirol gehen wird. Ich suchte nach einer geführten Tour durch einen professionellen Bergführer und wurde ...

Houserunning - man sagt, ich sei irre

Dabei war es doch nur ein Gutschein zum Geburtstag, den ich gestern eingelöst habe. Zugegeben, dieser Geburtstag ist schon knapp zwei Jahre her und ich habe das ganze etwas hinausgezögert. Denn bei dem Gedanken an das, worum es geht, wurde mir schon etwas anders zumute: "Houserunning" am Frankfurter Leonardo Hotel. Und das ist genau was? Ganz simpel: Man stellt sich auf die Dachkante eines 100 Meter hohen Hochhauses und "läuft" an Seilen hängend die Fassade hinunter. So etwas habe ich vor zwei Jahren schon einmal im Harz an der Talsperre Wendefurth gemacht. Allerdings betrug die Höhe der Staumauer und somit der Laufweg nur etwas über 40 Meter. Der Gutschein versprach also doch ein wenig mehr Adrenalin. Aber so schlimm war es dann gar nicht. Als ich das Hotel von unten anschaute, dachte ich mir, dass das gar nicht so hoch aussieht. Es waren auch noch andere "Läufer" da, die gerade von oben kamen. Sah gut aus! Marco war um ein vieles mehr aufgeregte...

Jean Michel Jarre open-air in Bonn

Es war mein zehntes Jarre-Konzert, welches ich am vergangenen Mittwoch besuchte - und das erste unter freiem Himmel. Das ganze fand in Bonn auf dem "KUNST-Rasen"-Gelände statt, direkt neben dem Posttower. Die Schlange am Einlass war noch relativ kurz und wuchs hinter mir doch sehr schnell an. Auf dem Gelände dann verliefen sich aber die Menschen, auch wenn alles gar nicht so groß aussah. Die Bühne fand ich für Jarre-Verhältnisse eher sehr klein; auch die Lautsprecher. Ich war etwas skeptisch ... Gegen 21 Uhr ging es nun los. Wie zu dieser Jahreszeit üblich, war es natürlich noch nicht richtig dunkel. Lediglich die Regenwolken, die ihr Wasser aber bei sich behielten, verdeckten die untergehende Sonne. Trotzdem waren die Projektionen der LED-Panels hell und deutlich sichtbar. Bässe. Und was für welche. Wir standen auf einer Wiese und um uns herum gab es nur Bäume, die den Schall etwas einfangen konnten. Trotzdem bebte der Boden. Da bekam ich doch etwas Gänsehaut und eine Frau...