Samstag, 30. Mai 2015

Drei Wochen Natur, Adrenalin und eine tolle Zeit

Schon sind sie wieder vorüber, die drei Wochen Urlaub. Und es waren sehr schöne Tage!

In der ersten Woche ging es in den Harz. Ja, auch zum Wandern. So erklommen wir den sagenumwobenen Brocken auf einer 18 km langen, stetig bergauf führenden Tour. Nicht so anstrengend war die Wanderung entlang der Teufelsmauer, aber doch auch sehr mystisch. Doch der Harz kann noch mehr. Einmal entlang Deutschlands höchster Staumauer der Rappbode-Talsperre fliegen? Ein dünnes Stahlseil macht es möglich. Das war ziemlich aufregend, aber wunderschön.


An der 43 Meter hohen Staumauer der Talsperre Wendefurth wiederum gibt es ein anderes Highlight. Die unbeteiligten Menschen, die zufällig da standen, meinten nur, ich sei wahnsinnig. Aber sie fieberten mit und es gab Applaus: Wallrunning. Heißt, die Staumauer nach unten laufen, und zwar vorwärts. Natürlich gesichert.


Adrenalin pur und irgendwie war ich froh, als ich unten war. Ein interessantes Gefühl war es aber allemal und ich würde es wieder tun. Egal was die anderen sagen.

Natürlich gab es auch ruhigere Stunden, wie z.B. das Ausklingen eines jeden Tages in der wunderschönen Stadt Wernigerode, wo wir auch unser Hotel hatten. Ja, der Harz fasziniert mich schon sehr lange - und er kann sehr abwechslungsreich sein.


Die beiden folgenden Wochen gings mit Johnny in den Thüringer Wald zum - Wandern. Offiziell ist er 169 km lang, der Rennsteig von Blankenstein an der Saale nach Hörschel an der Werra. Wir wollten die Strecke in acht Tagen schaffen. Am Ende waren es dann 197 km.


Die Tour führte uns auf Wald-, Feld- und Wiesenwegen über die Höhen des Thüringer Waldes. Landschaftlich hatte ich mir mehr versprochen. So abwechslungsreich war der Rennsteig dann doch nicht. Aber gut - er war ja nie als Wanderweg angelegt worden, sondern war in früheren Zeiten eher ein Handelsweg. Trotzdem waren auch diese Tage sehr schön und entschleunigend, was wohl auch an den leckeren all abendlichen Kräuterlikören lag :-)


Die drei "Naturwochen" klangen heute mit einem Klettertag in der Pfalz aus. Meine Kletterpartnerin Moni hatte die Idee dazu. Sie sagte: "Mit Seil und Karabiner rocken wir die Wand". Auch hier war etwas Adrenalin im Spiel - aber noch viel mehr Genuss an den schönen Buntsandsteinfelsen.