Sonntag, 18. Februar 2018

Bunte Röhren

Heute will ich auf mein kleines Projekt aufmerksam machen, an welchem ich seit ca. zwei Monaten arbeite und seit gestern auf einer eigenen Website allen Interessierten zugänglich gemacht habe. Das Thema ist - zugegeben - etwas seltsam und wie man auf so eine Idee kommt, ist nur schwer nachvollziehbar. Meine Beweggründe und wie sich das Projekt entwickelt hat, kann unter dem Menüpunkt "Projekt" nachgelesen werden. Vielleicht gibt es doch den einen oder anderen interessierten Menschen, der das Thema ebenfalls spannend findet.

So, mehr Worte gibt es an dieser Selle nicht. Einfach mal klicken:


Mittwoch, 3. Januar 2018

Kleiner Blick zurück - mein Jahr 2017

Das alte Jahr ist für mich noch nicht so richtig abgeschlossen, so lange ich noch nicht meinen kleinen Jahresrückblick geschrieben habe. Mir kam zwar der Gedanke, diesmal darauf zu verzichten - aber so schlecht war 2017 dann doch nicht. Im Gegenteil!

Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen von Höhe, Natur und guter Musik. Romantisch wie immer war es im Februar bei den traditionellen "Winterlichtern" im Mannheimer Luisenpark. Völlig unromantisch, dafür aber mit einem Hauch aus der Vergangenheit ging es im März auf der Geburtstagsparty von TALLA 2XLC in Offenbach zu. Ebenfalls am Musikstil vergangener Tage orientierte sich KEBU Ende März auf einem Konzert im Karlsruher Tollhaus im Rahmen seiner "Perplexagon-Tour". Im Juli dann aber der Meister: Jean Michel Jarre gab ein kleines Konzert in Bonn, welches zum Glück nicht dem Regen zum Opfer fiel. Ebenfalls im Juli und drei Tage lang "DAS FEST" in Karlsruhe; eines der größten Musikfestivals Europas. "Back to the nineties" hieß es im November in der Mannheimer Maimarkthalle. Der Radiosender "sunshine live" brachte wieder große Stars der 90er auf die Bühne - bei mehr als 10.000 Gästen. Den Abschluss meines "Musikjahres" bildete ein beeindruckendes Konzert von Alison Moyet im Karlsruher "Substage".

Bei so viel Kultur (ja ... kann man so sagen) blieb zwischendurch auch viel Zeit für die Natur. Insgesamt wanderte ich mit 880 km etwas weniger als 2016. An Höhe bezwang ich dabei über 18.000 Meter. Die kamen bei meinen vielen Wochenend-Touren in der Pfalz und im Schwarzwald zusammen - und natürlich in den Urlauben. Im Mai wurde der im Jahr zuvor begonnene Eifelsteig fertig gewandert und im Juni besuchten wir noch einmal den Harz. Sehr beeindruckt haben mich aber die Tage im September, die wir in Südtirol verbrachten. Die Dolomiten haben mich sofort in ihren Bann gezogen und mit der Besteigung der 2.999 Meter hohen "Großen Zinne" nahm ich das Gebirge für mich ein. Wohlwissend, dass ich in dieser Mächtigkeit ziemlich bedeutungslos da oben auf dem Gipfel saß. Seitdem wohnt da ein wenig immerwährende Sehnsucht in mir ... nach diesen grandiosen Bergen.

Hoch hinaus ging es aber nicht nur im Gebirge, sondern im Juli auch in der Millionenmetropole Frankfurt. Genau genommen auf 100 Meter Höhe. Und noch genauer genommen ging es runter. An der Fassade eines Hochhauses. "Houserunning" nennt man das und das machte mir so viel Spaß, dass ich es einen Monat später gleich nochmals tat.

Ja, das waren wohl die Highlights meines Jahres 2017. Ich bin dankbar, dass ich diese erleben durfte. Doch das Leben besteht nicht nur aus Highlights, sondern auch aus den ganz normalen Tagen dazwischen. Und die waren auch schön. Viele davon verbrachte ich mit lieben Menschen zu Hause, in der Natur, in der Kletterhalle oder beim gemeinsamen Feiern. Und für diese Tage bin ich genauso dankbar.


Samstag, 16. Dezember 2017

Alison Moyet - "The Other Tour" in Karlsruhe

Mit ihrer unverwechselbaren Stimme ist sie für mich schon immer eine Ikone: Alison Moyet. Egal ob in den achtziger Jahren gemeinsam mit Vince Clarke als "Yazoo" oder in den Neunzigern Solo - nur wenige Künstlerinnen zeigten und zeigen sich meiner Meinung nach so ausdrucksstark. Sie war schon immer eher ein Insider-Tipp; sie wurde nie durch die Medien gepusht und den Erfolg den sie noch heute hat, ist einzig ihrem wirklichen Talent zuzuschreiben. Gestern Abend machte Alison Moyet auf ihrer "The Other Tour" auch Station im Substage in Karlsruhe. Prima, das ist nur 10 Gehminuten von mir entfernt.

Das Haus war offenbar ausverkauft. Das Publikum ab 35 Jahren aufwärts. Jüngere kennen diese großartige Sängerin wohl auch kaum. Pünktlich um 21 Uhr begann das Konzert in einem sehr dynamischen Sound. Zusammen mit ihren beiden Musikern betrat sie die Bühne. Ich war überrascht, wie gut sie aussah. Ich habe noch immer die Bilder aus den Neunzigern vor mir ... nun ja. Aber da vorn stand eine Persönlichkeit, eine "große Dame". Und das unterstrich sie ganz klar mit ihrer wunderbaren und kräftigen Stimme.


Mich irritierte aber etwas ihre Mimik. Ihr Gesicht zeigte ernste, ja fast böse Gesichtszüge, so als ob ihr das alles zu viel wäre. Und ihre beiden Musiker schauten auch sehr finster. Hinzu kam noch, dass sie bewusst den Blickkontakt mit einigen im Publikum suchte. Und da ich nun mal ziemlich groß bin, traf es des Öfteren auch mich. Mir war das ehrlich gesagt nicht geheuer und ich fühlte mich irgendwie schuldig. Also schaute ich sie einfach nicht mehr an. Doch nach dem Lied begrüßte sie erst einmal das Publikum, bedankte sich vielmals uns sagte, wie froh sie ist, dass so viele Gäste erschienen sind. Dabei lachte sie und zeigte sich durchaus von ihrer freundlichen Seite. Ok, jetzt habe auch ich es verstanden - es ist halt Show :-)


Ihre Mimik und auch ihre Bewegungen spielten beim weiteren Konzert neben Ihrem unvergleichlichen Gesang weiterhin eine wichtige Rolle. Auch das überraschte mich, denn als sie vor einigen Jahren nochmals zusammen mit Vince Clarke unterwegs war, las man über die Konzerte bezüglich Ihrer (Nicht-)Performance eher Enttäuschendes.

Von den Titeln her war es ein bunter Mix aus allen Jahren. Natürlich gab es ein paar sehr schöne neue Stücke vom aktuellen Album "Other". Noch mehr eingeschlagen sind aber ihre Hits aus den Achtzigern und Neunzigern, die alle modern arrangiert waren. Zu einigen Stücken erzählte sie etwas über deren Hintergrund. Und dabei zeigte sie sehr viel Humor bei Themen wie dem Alter und ihre eigene Vergangenheit.


Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn eine Musikerin, deren Musik mich über die ganzen Jahre begleitet hat, live vor mir steht und man sieht, dass auch sie älter geworden ist und sie mit ihren Worten den Nerv des gesamten Publikums trifft. Als Künstlerin ist sie eine der wenigen Divas, als Mensch einfach nur sympathisch.

Danke für diesen bemerkenswerten Abend!


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