Sonntag, 3. April 2011

Die Diva des deutschen Schlagers in Mannheim

Ich würde uns nicht als Fans von Marianne Rosenberg bezeichnen, aber hin und wieder kann man sich ihre alten Lieder gerne anhören. So auch gestern Abend im Capitol in Mannheim, welches übrigens brechend voll war. Ich habe mich auf das Konzert gefreut, denn als sie vor drei Jahren bei unserer Firmen-Gala auftrat, war ich sehr überrascht, welche Stimmung die Mittfünfzigerin verbreiten kann.

Nun gut, die Stimmung gestern war nicht ganz so toll, denn es kamen viele Stücke von ihrem neuen Album - und die waren gewöhnungsbedürftig. Mir persönlich haben einige alte Klassiker gefehlt; dem restlichen Publikum offenbar auch. Die Mischung der Titel war auch nicht besonders gelungen: Ein schnelles Stück - ein langsames Stück - ein schnelles Stück - ein langsames Stück usw. Klar dass da keine richtig wirklich gute Stimmung kam.

Ob die Gute gestern nur einen schlechten Tag hatte oder immer so drauf ist, weiß man nicht. Denn sie hätte gut und gerne - was den Ausdruck ihres Gesichtes betraf - mit unserer Bundeskanzlerin konkurrieren können. Die Mundwinkel bis an die Füße nach unten und gelächelt hat sie nur selten. Nicht nur das machte es schwer, einige gute Fotos zu machen. Der zweite Hinderungsgrund war die Beleuchtung. Es gab keinen Scheinwerfer, der so wirklich von hinten auf die Bühne strahlte - im Gegenteil, man arbeitete sehr viel mit Gegenlicht für das Publikum. Über die Gründe kann man nur Vermutungen anstellen: Entweder würde man sonst ihre Falten besser erkennen können oder die Hitze der Strahler hätte ihr MakeUp verdampfen lassen.

Doch nun zu einer Überraschung - zumindest für mich. Die Gnädigste hatte eine dreiköpfige Band im Gepäck: Einen Keyboarder, einen Gitarristen und einen Drummer. Zuerst nahm ich die gar nicht richtig wahr, doch dann fiel mir der Drummer auf. Ich dachte, dass er irgendwie wie Cliff Hewitt aussieht, der bei den Schiller-Konzerten die E-Drums spielt. Seine Mimik und auch die Art, wie er trommelte, erinnerten mich sehr stark an ihn. Dann schaute ich noch genauer hin und legte für mich fest, dass dies nur Cliff Hewitt sein konnte! Nachdem ich beschloss, dass der Drummer auch Gastmusiker bei Schiller ist, schaute ich auf den Gitarristen. Und nur ganz kurz kam es mir in den Sinn, dass er wie Mickey Meinert aussieht. Aber den Gedanken verworf ich sofort wieder. Zwei Schiller-Musiker bei Marianne Rosenberg - das kann ja wohl nicht sein. Kurz vor Ende des Konzertes stelte sie dann ihre Band vor. Es war Cliff Hewitt. Und es war auch Mickey Meinert. Nun nahm das Konzert für mich ganz andere Dimensionen an :-)

Nach zwei Zugaben war es dann vorbei - gut zwei Stunden hat sie für uns gesungen. Danach gins hinaus in die laue Mannheimer Vor-Sommernacht ...