Dienstag, 16. November 2010

OMD in Stuttgart

Gestern Abend stand mal wieder ein Konzert an - diesmal OMD im Theaterhaus Stuttgart. Ich war mir zuerst nicht ganz sicher, ob ich hierfür überhaupt eine Karte kaufen sollte. Erstens bin ich nicht der "Über-Fan" von OMD und zweitens habe ich mit der Location bezüglich Konzerten schlechte Erfahrungen gemacht. Aber ich wurde nicht enttäuscht, es war insgesamt ein schönes Konzert.

Der Saal des Theaterhauses füllte sich zusehends und zu Beginn des Konzertes war es richtig voll. Ich war froh, dass ich mich von Anfang an hinten direkt vors das Mischpult platziert habe - so hatte ich einen guten Überblick, einen guten Sound und vor allem frische Luft. Mit Schrecken denke ich an das Pet Shop Boys-Konzert im letzten Jahr, bei dem ich zum einen kaum was gehört habe und zum anderen wegen Luftmangels fast zusammengeklappt bin.

Das Konzert begann mit einer Projektion von zwei Köpfen an den halbruchsichtigen Vorhang. Das sah sehr futuristisch aus und entsprach nicht wirklich dem Stil, in dem wie ich OMD bisher gesehen hatte. Aber dann fiel der Vorhang, die ins Publikum gerichteten Scheinwerfer blendeten zunächst und dann war der Blick auf die Bühne frei. In einem sehr guten Sound folgten bekannte Klassiker und neue Stücke - und auch welche, die ich bisher noch nie gehört habe. Naja wie gesagt, ich bin nicht der OMD-Fan vor dem Herrn.


Die vier hatten Spaß, richtig Spaß an dem Konzert und es war schön zu sehen, wie fit sie alle noch sind. Andy war schon nach dem vierten Stück total durchgeschwitzt; kein Wunder, er verausgabte sich total. Wie immer souverän der Paul am Synthie. Auch er sah gut aus; er verändert sich irgendwie gar nicht. Ihn "verfolge" ich ja schon seit einiger Zeit - zuletzt zusammen mit seiner Claudia Brücken als "OneTwo" in Frankfurt. Auch Malcolm und Martin machten einen sehr guten Job, sehr routiniert aber nicht gelangweilt.

Die Show war musikalisch gut abgestimmt und ausgeglichen. Auch das Licht war gut gemacht: Im Hintergrund gab es verschiedene Projektionen und davor drei bewegliche lange LED-Panels, die einmal als reine Scheinwerfer benutzt wurden und ein andermal als Ergänzung zu den Projektionen. Gut gemacht!

Nach gut 90 Minuten einschließlich Zugaben war es dann auch schon vorbei. Es war schön zu hören und schön zu sehen, gute Laune inklusive.


Donnerstag, 11. November 2010

Absinth-Rangliste (Update)

Absinth ist wie Wein - man muss erst einige davon probieren, um herauszufinden, welche man mag. Gestern war es mal wieder so weit ...
  1. Clandestine (Schweiz, 53%): mit Anis, sehr ausgewogen und schöner Geschmack *
  2. Lehmann (Tschechien, 44%?): ohne Anis, starker Fenchelgeschmack, sehr lecker *
  3. Duplais Blanche (Schweiz, 68%): mit Anis, schmeckt irgendwie leicht nach Minze
  4. La Blanche (Frankreich, 57%): mit Anis, intensiver Anisgeschmack, etwas süß *
  5. Duplais Balance (Schweiz, 60%): mit Anis, ausgewogen und im Nachgang sehr angenehm
  6. Montana (Spanien, 55%): mit Anis, auf jeden Fall gut genießbar *
  7. Amer (Frankreich, 72%): mit Anis, sehr intensiver Geruch, geschmacklich im guten Mittelfeld *
  8. 1792 (Tschechien, 70%): mit Anis: guter und ausgewogener Geschmack *
  9. Serpis (Spanien, 55%): mit Anis, guter intensiver Geschmack, in der Farbo rosé und nach dem Aufgießen apricot-milchig; dieder Absinth hat irgend was ... *
  10. Aderlass (Schweiz, 66%): mit Anis, gut und ausgewogen
  11. Apsinthion De Luxe (Polen, 55%): Minzgeschmack, im Nachgang ganz leicht bitter, aber insgesamt gut
  12. Gothica (England, 80%): mit Anis, ist witzig weil er schwarz ist, mit 80% aber gerade an der Grenze des Trinkbaren *
  13. Medusa Green Label (Deutschland, 55%): mit Anis, sehr starker Kräutergeschmack, daher recht bitter
  14. Blue Velvet (Deutschland, 55%), ohne Anis,  zuerst eine intensive türkise Farbe, nach dem Aufgießen ein schönes Azurblau, geschmacklich recht stark und bitter - je mehr Wasser, umso bitterer wird er *
  15. Ulex Extase (Deutschland, 55%): ohne Anis, starker Kräutergeschmack, etwas Fenchel, bitter, ist rot (komisch) und wird beim Aufgießen mit Wasser nicht trüb *
  16. Grüner Engel  (Deutschland, 50%): ohne Anis, sehr bitter im Nachgang, gar nicht mein Geschmack *
  17. Mata Hari (Österreich, 60%): ohne Anis, riecht wie Apotheke und schmeckt wie chinesische Tigersalbe - grauenhaft *
* = getrunken in der Pendel-Bar in Karlsruhe zusammen mit Matt