Montag, 24. Mai 2010

Nicht wirklich ATEMLOS

Nachdem wir ein paar Tage im schönen Thüringen verbrachten, machten wir einen Abstecher in die ehemalige sächsische Industriemetropole Chemnitz. Für den Abend war in der Stadthalle "Schiller" angesagt. Schon lange freute ich mich auf dieses Konzert, zumal wir auch sehr gute Plätze hatten: Auf dem Rang in der ersten Reihe genau in der Mitte - also bequemes Sitzen und optimalen Blick auf die Bühne.
 
Die Musiker um Christopher von Deylen spielten hauptsächlich Stücke aus dem neuen Album "Atemlos". Vier Gastmusikerinnen, unter anderem die wundervolle Kim Sanders, sorgten für eine stimmliche Untermalung. An der Gitarre gab es diesmal eine andere Besetzung; und ich habe ihn vermisst - den Mickey Meinert. Ganz schmerzlich war dies bei "Irrlicht", dessen Charme ja eigentlich ein Dialog zwischen Gitarre und großen Synthie-Teppichen ist. Die Gitarre hat gänzlich gefehlt! Warum hat man sich für eine solch gravierende Änderung entschieden? Auch andere Gäste, die Schiller schon länger kennen, waren sehr verwundert.
 
Nun ja, wie gesagt, der Großteil der Stücke kam vom Album "Atemlos" und es gab natürlich auch einige Klassiker. Rein optisch gab es nur eine Lichtshow, keinerlei Projektionen oder andere Effekte. Und ich weiß nicht - so richtig Stimmung wollte nicht aufkommen. Viele Besucher sind bereits vor der ersten Zugabe gegangen. Ob es an der Musikauswahl oder an der viel zu hohen Lautstärke lag, weiß ich nicht. Ein Pluspunkt jedoch waren die Bässe; ich habe noch nie ein Konzert erlebt, bei dem man die Bässe so fühlen konnte und sie trotzdem glasklar waren. Das war gute Arbeit. Ansonsten naja ...
 
"Atemlos" ist mit Sicherheit ein sehr schönes Album - um es in Ruhe zu Hause zu genießen. Für ein Konzert ist es meiner Meinung nach denkbar ungeeignet.
 
Einige Bilder vom Konzert gibt es hier.

Fotos von den Tagen im Mai in Thüringen

Von unserem kleinen Urlaub in Thüringen hier einige Fotos.

Montag, 17. Mai 2010

Party in der Stuttgarter Porsche-Arena

Zum zweiten Mal in diesem Jahr ging es gestern nun nach Stuttgart in die Porsche-Arena. Während das letzte Mal der Meister der elektronischen Musik, Jean Michel Jarre, das Publikum in seinen Bann zog, war diesmal einfach nur Party angesagt - mit DJ Bobo. Ja ja, ich höre schon die Bemerkungen ... "Was? DJ Bobo? Wer hört sich denn das an? ..." Naja, es ist das zweite Mal, dass wir zu einem Konzert von ihm gehen. Und wer ihn einmal live gesehen hat, kann schon begeistert werden. Vielleicht mag man denken, dass der Rest der Konzertbesucher nur aus Kindern und Teenies bestand. Oh nein, das Gegenteil ist der Fall. Wir lagen sogar etwas unter dem Altersdurchschnitt.
 
Los gings mit einer mehr als schlechten Vorgruppe und gäbe es mittlerweile nicht derat ausgefeilte Tontechnik, um die Stimmen zu manipulieren, hätte sich der Typ wohl erst gar nicht auf die Bühne getraut. Es kam eine weitere Vorgruppe - und das war eine kleine Überraschung: Captain Hollywood Project. Ich habe mich erst einmal gefragt, wo sie denn den wieder ausgegraben haben ... naja und das was kam, war auch nicht so berauschend. Er hat drei oder vier Stücke von früher gesunden und immer was den den "Neunzigern" erzählt und wie toll sie doch waren.
 
Auch Werbung kam genügend - fast schlimmer als im Kino. Doch dann gings endlich los. Vom anderen Ende der Halle kam eine Elfe mit einem Licht in der Hand und lief zur Bühne. Da war klar, warum die Tour "Fantasy" heißt. Und fantasievoll war dann auch die ganze Show - wie immer super gute Stimmung, witzig, toller Sound und eine schön anzuschauende Bühnenschow - was für die Artisten da vorn wohl eher harte Arbeit war. DJ Bobo hat es mit Leichtigkeit geschafft, das Publikum mitzureißen. Alle hatten gute Laune und waren bei dem, was sie taten, völlig bei ihm. Einziger kleiner Kritikpunkt für mich: Das Bühnenbild - wenn auch noch so imposant - war etwas zu starr. Da haben auch die tollen Lichteffekte und Feuerwerke nichts dran geändert. Alles in allem aber eine gelungene Party mit guter Musik, die fast jeder kennt.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Absinth-Rangliste (Update)

  1. Clandestine (Schweiz, 53%): mit Anis, sehr ausgewogen und schöner Geschmack
  2. Lehmann (Tschechien, 44%?): ohne Anis, starker Fenchelgeschmack, sehr lecker
  3. Duplais Blanche (Schweiz, 68%): mit Anis, schmeckt irgendwie leicht nach Minze
  4. Duplais Balance (Schweiz, 60%): mit Anis, ausgewogen und im Nachgang sehr angenehm
  5. Montana (Spanien, 55%): mit Anis, auf jeden Fall gut genießbar
  6. Apsinthion De Luxe (Polen, 55%), Minzgeschmack, im Nachgang ganz leicht bitter, aber insgesamt gut
  7. Medusa Green Label (Deutschland, 55%), mit Anis, sehr starker Kräutergeschmack, daher recht bitter
  8. Grüner Engel (Deutschland, 50%), ohne Anis, sehr bitter im Nachgang, gar nicht mein Geschmack